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Die Kinesiologie ist (k)eine gute Therapieform gegen Angstzustände, Panik und Depression (Veröffentlichung in CO´MED 11/01)
Angststörung ist heute ein weit verbreitetes Thema, uns allen sehr gut bekannt und tendenziell zunehmend. Angst war in Urzeiten bei unseren Vorfahren als Sammler und Jäger wichtig fürs Überleben, da sie dadurch rechtzeitig merkten, wenn Gefahr drohte. Angst war ein existenzielles Hilfsmittel für den Fortbestand der Art durch Schaffung von sicheren Lagern und Beschaffung von Nahrung.
Folgende Themen sind mir wichtig:
Ursachen von Angst 
Für die wenigsten Menschen (hier in Westeuropa) hat Angst noch etwas mit dieser urzeitlichen, vorher erwähnten existenziellen Form zu tun.
Trotzdem beherrscht diese Urangst weiterhin unser Leben, da zu ihrer Kontrolle Zwänge entwickelt werden. Das Versagen dieser Kontrolle kann uns in Panik und Depression stürzen.
Diese Ängste sind für uns Menschen im Prinzip überflüssig und manchmal sogar gefährlich.
Die Werbung nutzt dieses Urgefühl weidlich aus, in dem sie uns suggeriert, sie wüsste um äußere Hilfsmittel. Wir unterstützen das, wenn
wir uns unserer Abhängigkeit von den Medien nicht bewußt sind. Wir lesen Zeitung, sehen TV, gehen ins Kino, dadurch setzen wir uns ständig angsterzeugenden Situationen aus, die in unserer Alltagsrealität
selten vorkommen. Diese Medien-Einflüsse haben eines gemeinsam, sie können Ängste auslösen.
Nach heutigem Stand der Forschung ist bekannt, daß unser Unbewusstes wie ein vierjähriges Kind empfindet
und handelt. Da es also alles was es wahr nimmt für real hält, können wir verstehen, wie schädlich solche Einflüsse auf uns wirken.
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Häufig vorkommende Arten von Angstgefühlen: aus meiner Praxiserfahrung
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im Dunkeln
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vor Neuem und Unbekanntem (Stadt, Menschen, neues Auto ....)
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vor dem Alleinsein
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vor dem Tod (durch Unfall, Krankheit, allgemein)
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vor Liebesverlust
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vor dem Fliegen
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vor engen Räumen/Tunnels (Claustrophobie)
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vor freien Plätzen (Agoraphobie)
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vor Tieren (z.B. Spinnen, Mäusen, Ratten, Schlangen,...)
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vor Ansteckung
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vor Krankheit
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vor dem Verhungern (sehr subtil und oft nicht vorstellbar)
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vor Unfällen
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Wenn sich mehrere Ängste überlagern kann es zu einem Panikanfall kommen (s. Bild 3).
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Sie werden nun sagen: Das ist doch alles Quatsch was Sie da erzählen, mir macht das nichts aus, ich stehe darüber.
Vielleicht haben Sie ja recht. Vielleicht gehören gerade Sie zu der Gruppe von Menschen, die in ihrer Kindheit keinerlei Traumatisierung erfahren haben. Sie hatten
eine leichte Geburt, waren willkommen in ihrer Familie, mussten als Kind nie für einige Tage ohne Mutter im Krankenhaus verbringen, hatten nie einen Unfall, waren stets ein guter Schüler, hatten nur liebevolle,
unterstützende Lehrer, Arbeitgeber, Kollegen, Nachbarn, Geschwister, Eltern, Freunde und Partner. Dann herzlichen Glückwunsch genießen Sie es!
Reaktion des Körpers bei Angstzuständen
Angst entsteht in unserem Kopf. In unserem Gehirn gibt es einen inneren Bereich, im limbischen System, den Hipocampus, den man zum Urgehirn zählt. In
diesem Bereich sind Erfahrungen gespeichert und verknüpft, die mit Gefühlen, also auch mit Ängsten, zu tun haben. Damit ist die Amygdala (in Form einer Mandel), das Alarmzentrum unseres Gehirns, direkt
verbunden. Dort ist der Auslösemechanismus für alle drei uns zur Verfügung stehenden Überlebensstrategien Flucht - Kampf - Beschwichtigung untergebracht. Das ermöglicht eine
blitzschnelle Umschaltung und Anpassung des Verhaltens an die jeweiligen Gegebenheiten.
Stellen wir uns einmal vor unser Vorfahre ist auf der Jagd. Er verfolgt ein Beutetier. Kommt näher und näher und
bekommt plötzlich Witterung und dann Sicht von einem Säbelzahntiger, der sich ebenfalls auf der Jagd befindet. Er hat bisher keine negativen Erfahrungen mit dieser Tierart gemacht.
Der Hipocampus stellt über Bild-Vergleich (Tiger!) fest, dass eine Gefahr vorliegt und schickt im Normalfall eine
Meldung ans Großhirn(Logik). Das Großhirn entscheidet wie die Gefahr zu bewerten ist und schickt nun seinerseits eine Meldung an die Amygdala und diese an den Hypothalamus, unseren
Steuercomputer, das ihn anweist etwas zu tun. Der Hypothalamus, der über das Nervensystem zu allem was enerviert ist Zugang hat und außerdem die Hormonausschüttung und -Hemmung steuert,
beauftragt die Nebennieren Adrenalin auszuschütten.
Die Adrenalinausschüttung bewirkt folgendes: Alles was zur Flucht oder zum Kampf gerade nicht benötigt wird, wird in der Blutversorgung
gedrosselt (z.B. der gesamte Verdauungstrakt). Herzschlag und Atmung werden beschleunigt und die Flucht- und Kampf-Muskulatur stark durchblutet. Außerdem werden die Augen auf Weitsehen
eingestellt(die Pupillen groß), um gut beobachten zu können. Nun ist unser Ahne bereit - sehr wach - und optimal mit Energie für Flucht oder Kampf versorgt.
Ein anderes Szenario würde sich ergeben, wenn besagter Vorfahre als Kind beinahe Opfer eines solchen
vierbeinigen Jägers geworden wäre und nur wie durch ein Wunder überlebt hätte.
Der Hypocampus stellt über Bild-Vergleich (Tiger!) fest, dass eine Trauma behaftete Gefahr vorliegt und schickt
in diesem Fall, über einen sogenannten schmutzigen Weg, eine direkte Nachricht an die Amygdala und diese an den Hypothalamus ohne die Logik mit einzubeziehen. D.h. er hat keinerlei logischen Einfluss mehr, um zu
entscheiden inwieweit die jetzt folgende Reaktion gemäß ist. Solch einen Fall nennen wir dann Phobie- oder Panikanfall.
Unser Vorfahre hatte eine einfache Umgebung zu bewältigen. Gefahr aus der Natur oder Feinde. Er konnte
einmal aus dem Wissen der Älteren und aus der eigenen Erfahrung lernen mit Angstsituationen umzugehen.
Gründe für die Zunahme von Angst-Zuständen
Wie kann es in der heutigen aufgeklärten Zeit zu solchen Anfällen kommen?
Der moderne Mensch wird durch die Medien informiert über Krieg, Unfall, Mord, Totschlag, Betrug,
Vergewaltigung, usw. ohne sich die Zeit zu nehmen, diese innerlich zu verarbeiten. Manchmal können diese
Informationen in uns Erinnerungen an eigene vergessene oder auch verdrängte Erlebnisse auslösen. Es ist wie bei den Dominosteinen einer wird angestoßen und dann fallen alle anderen nacheinander um.
Desweiteren trägt auch das hohe negative Stresspotential (der sogen. Diss-Stress) unserer Zeit zu solchen
Ausfällen bei. Diss-Stress löst ebenfalls eine Adrenalinausschüttung aus, da er aus subtilen Ängsten gespeist wird.
Sind wir solchen Angstgefühlen oder Panik-Attacken (für immer) schutzlos ausgeliefert?
Die moderne Medizin macht sich die Reizleitung, die auf chemo-elektrischer Übertragung beruht, zu nutze,
indem sie chemische Mittel anwendet, um diese Reizleitung abzuschwächen, was bis zu deren Unterbindung
führt. Dadurch wird diese Angst oder Panik verdrängt statt aufgelöst. Das ist etwa so, wie ein Regenmantel zwar verhindert, dass wir nass werden. Den Regen selbst kann er jedoch nicht beeinflussen.
Entscheidende Nachteile dieser chemischen Mittel sind: 1.Infolge Gewöhnung des Körpers ist eine Dosiserhöhung zum Erhalt der Wirksamkeit laufend nötig! 2.Sie haben immer Nebenwirkungen!
3.Sie machen körperlich und/oder seelisch abhängig!
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
1.Negativ/Diss-Stressverminderung 2.Gute Psychotherapie mit begleitender medikamentöser Behandlung (s.o.)
3.Kinesiologie, die den Menschen als Ganzes in seinem familiären und Arbeits-Umfeld mit berücksichtigt.
zu 1. Was kann zur Diss-Stressverminderung beitragen?
Entgiftung (z.B. bei Amalgamvergiftung) Änderung des Verhaltens, der Lebensumstände durch Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse.
Zwiesprache mit dem eigenen Ich und liebevoller, achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper. Das bedingt z.B.:
- rauchen aufgeben
- bewußten Alkoholkonsum
- bewußt fernsehen
- bewußt Zeitung aussuchen und lesen
- neue Zielsetzung
- Arbeitsplatz wechseln oder andere Einstellung zu seiner Arbeit finden
- die familiäre und außerfamiliäre Beziehungen klären
- gut verträglichen Sport treiben der Spaß macht
zu 2. Verhaltenstherapie
ist bei Angstzuständen das Mittel der Wahl. Dabei wird der Angstpatient immer wieder mit dem angstbesetzten Objekt oder der gefürchteten Situation
konfrontiert, bis über den Gewöhnungseffekt aus angstbesetztes Objekt=Gefahr, angstbesetztes Objekt=Angstfreiheit wird. Ein teilweise langwieriges Unterfangen, das meist medikamentös unterstützt werden muß.
zu 3. Die Kinesiologie, die mittels Muskeltest, schnell und zielsicher an die Ursachen herankommt und über ein breites Spektrum an Hilfsmitteln verfügt,
um eine tiefgreifende, dauerhafte Auflösung der Probleme zu erreichen.
Der nebenstehende Kasten zeigt, Panik wird nach meiner Praxis-Erfahrung aus vielen Ängsten gespeist, die sinnvollerweise nach Prioritäten zu bearbeiten sind.
Es gibt aber auch einmalige traumatische Erfahrungen, die Panikpotential in sich bergen können, wie z.B. eine schwere Geburt, Kriegs- und Unfall-Erlebnisse.
Eine biochemische Entgleisung, sowie Vergiftungen des Körpers können ebenso zu Angst- und Panikattacken führen(siehe Fälle.).
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