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Kinesiologie und Krebs (erschienen in CO´MED 03/2007) PDF-CO´MED-Version als Download
Wie uns die Systemisch/psychologische Kinesiologie© bei Krebserkrankungen helfen kann
Jahr für Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 350.000 Menschen an Krebs und etwa zwei Drittel sterben daran. Nach Verlautbarung des ärztlichen Direktors der Uniklinik Jena
wird dieser Wert in den nächsten 10 Jahren um weitere 50% auf ca. 330.000 Krebstote pro Jahr steigen.
Wie die Systemaufstellungsarbeit die Kinesiologie ergänzt, weil sie uns ermöglicht einen Blick auf die familiensystemischen Zusammenhänge zu werfen, möchte ich anhand eines
weiteren detailliert dargestellten Beispiels erläutern. Außerdem ermöglicht diese Arbeit es neue Impulse zur Heilung im Beziehungsumfeld zu geben und damit die Belastungen aus dem psychosozialen Bereich nachhaltig
zu mindern. Allerdings sollte, wie am unten aufgeführten Beispiel ebenfalls zu ersehen ist, eine solche Systemaufstellung in Abständen wiederholt werden, da wir nie sicher sein können, dass der angestoßene Prozess
auch wirklich dauerhaft weiterläuft. Denn gerade bei der Krebskrankheit, die ja, wie viele andere chronische Erkrankungen auch, einen multifaktoriellen Hintergrund hat, kann der Heilungsprozess durch noch nicht
offen gelegte Störungen wieder zum Stocken kommen.
Fallbeispiel:
Weibl. 32, Brustkrebs re 1 Knoten, histologisch als bösartig erhärtet.
- Familien-systemische Belastungen:
- Eltern geschieden als sie ca. 4 Jahre alt war,
- Vater war alkoholkrank,
- Sie hat eine mehrjährige Beziehung zu verheiratetem Mann 2 Jahre zuvor beendet.
- Grund für die Konsultation:
- Widerstand gegen eine OP.
- Der Wunsch eine Systemaufstellung zu machen.
- Möchte eine kinesiologisch unterstützte Behandlung erfahren.
- a) Wir beginnen mit einer Systemaufstellung.
Die Stellvertreter erfahren nur, dass es sich um eine schwere Krankheit handelt.
Ich bitte Fr. X, Stellvertreter für sich, die Krankheit und das, was die Krankheit unterstützt“ auszuwählen und aufzustellen. Es ergibt sich folgendes Ausgangs-Bild 1.
Die Stellvertretung für sie kann zunächst die Krankheit nicht ansehen. Schließlich nach langem Zögern wendet sie sich ihr zu. Folge ist, dass sich das, was die Krankheit unterstützt etwas
zurückziehen kann. Ich frage was ihr helfen könnte, sie unterstützen kann? Sie wünscht sich als Unterstützung eine gute Freundin(die sie auch zur Aufstellungsarbeit begleitet hat).
Daraufhin kann sowohl die Krankheit als auch das, was die Krankheit unterstützt sich noch etwas weiter zurückziehen. Ich gewinne jedoch den Eindruck, dass sie die Erkrankung nicht recht
ernst nimmt und führe deshalb ein sog. freies Element (FE)ein (der Stellvertreter darf sich absolut frei bewegen). Nur mir selbst ist bekannt, dass dieses Element den Tod verkörpert. Sehr schnell findet
es seinen Platz, rechts neben Fr. X. Sie möchte es nicht ansehen, obwohl sie nicht weiß, was FE verkörpert. Ich bitte die Stellvertreterin, es vorsichtig dennoch zu tun und schlage ihr den Satz vor: Ich komme zu dir, wenn meine Zeit gekommen ist
Für den Tod zeigt es sich, dass er es nicht eilig hat und dennoch ist es wichtig, dass er angesehen und akzeptiert wird. Er kann sich daraufhin etwas zurückziehen.
Da sie danach kein rechtes Ziel findet, nehme ich einen Stellvertreter für das Leben hinzu und platziere ihn ihr direkt gegenüber.
Auch dabei erleben wir, dass zunächst keine Kontaktaufnahme erfolgt. Die Freundin braucht sie nun an einem anderen Platz. Dennoch dauert es eine Weile, bis sie das
Leben ansehen und sehr langsam darauf zu gehen kann.
An dieser Stelle friere ich die Aufstellung kurz ein, und bitte Fr. X sich an die Stelle
ihrer Stellvertretung zu stellen. Es ist nötig, sie die Kontaktaufnahmen zur Krankheit, zum Tod und zum Leben noch einmal wiederholen zu lassen, die Freundin an die für
sie richtige Stelle zu platzieren, um dann, von ihr unterstützt, aufs Leben zugehen zu können. Schließlich schafft sie es sogar das Leben zu umarmen.
Daraufhin können sich sowohl die Krankheit, das, was die Krankheit unterstützt und der Tod weiter zurückziehen.
b) vierzehn Tage später kam sie zur kinesiologischen Behandlung in die Praxis.
Es ging ihr psychisch sehr gut. Ihre Regulation war durch Amalgam blockiert, die Nachtestung ergab, vor allem für den Kopfbereich, eine extrem hohe Belastung.
Die kinesiologisch ermittelte Emotion war: unerfüllte Liebessehnsucht . In 8 Durchgängen mit Einsatz verschiedener Farbtherapiebrillen, Düften, Bachblüten,
Geräuschen, Tranceinduktionstechniken und mit ständiger Begleitung von Radon(einem Radionikprogramm) gelang es weitere Entlastung zu schaffen.
Die Ausleitung der Amalgambelastung wurde mit Hilfe von Chlorella Pyrenoidosa, Bärlauch, Vitamin C, Zink und Selen in Angriff genommen, wobei die genauen Gaben
kinesiologisch ermittelt wurden.
Ihre Familie setzte sie stark unter Druck, sich schulmedizinisch behandeln zu lassen. Diesem Druck beugte sie sich teilweise, holte aber zunächst in verschiedenen Kliniken
Informationen ein. Ich empfahl ihr, sich wenigstens noch anthrophosophische Einrichtungen anzusehen, was sie auch zu tun gedachte.
In der Filderklinik brachte man ihr bei Mistel zu spritzen, empfahl eine OP, was sie jedoch nach wie vor ablehnte. Beim nächsten Behandlungstermin (nach Verschiebung 5 Wochen)teilte sie mir mit,
dass die Ärzte 3 Chemobehandlungen vorschlugen.
- Die Amalgambelastung war deutlich gesunken.
- Schmerzen im Genick, linken Ellenbogen, der linken Fußsohle sowie diverse Wirbelverschiebungen und dem Tumor in der rechten Brust war die Emotion
„Selbsthass“/Leber zugeordnet: Das Alter war 5 Jahre und stand im Zusammenhang mit dem Vater.
- 5 Durchgänge, wieder mit verschiedenen Farbtherapiebrillen, Bachblüten, Heilsteinen und dem Radon-Programm brachten spürbare Verbesserung.
- zur Unterstützung der Entgiftungsfunktion der Leber verschrieb ich das spagyrische Mittel Hepatik und des Lymphsystems Lymphatik.
- Außerdem erfuhr ich, dass sie mit Freunden 1 Woche Urlaub in Italien machen wollte.
Beim nächsten Termin teilte sie mir mit, dass der Knoten so klein geworden war, dass er fast nicht mehr zu tasten wäre.
Das Chemomittel hatte nur geringe und kurzzeitige Nebenwirkungen gezeigt, außer dass ihr alle Haare ausgefallen waren. Auch diesmal war die Amalgambelastung sowohl im Körper als auch im Kopf
wieder deutlich gesunken.
- Die Regulation war, obwohl bereits 2 Wochen her, noch immer durch das Chemotherapeutikum blockiert.
- Nach der Entblockierung fanden wir im Zusammenhang mit Gallenblase, 4 Jahre alt, Vater, die Emotion Selbstmitleid. Der Leistungsindex der Galle lag bei 60%.
- In 4 Durchgängen schlossen wir mit einer voll leistungsfähigen Gallenblase 100%
- Zur Unterstützung der Entgiftung über die Nieren verschrieb ich ihr zu diesem Zeitpunkt das spagyrische Nierenmittel Renalin, das sie morgens und mittags nehmen sollte.
- Auch beim nächsten Termin ging es ihr recht gut. Nach Infusion der Chemotherapie ging es ihr nur 2 Tage etwas schlechter(leichte Übelkeit, Antriebslosigkeit).
Der Knoten hatte sich weiter verkleinert. Sie fühlte sich gut genug, um den Eltern bei der Renovierung der Küche zu helfen.
Zu diesem Zeitpunkt hatten ihr die Klinikärzte mitgeteilt, dass sie die Chemotherapieserie auf 8 erhöhen würden. Da auch diesmal die Amalgambelastungswerte deutlich gesunken sind, spreche
ich das Thema Sanierung der Zähne an, muss allerdings erfahren, dass eine ziemliche Angst vor dem Zahnarzt (5) besteht, woran wir daran zu arbeiten beschließen.
- Die Regulation war durch das Chemomittel blockiert, und es gab ein Switching in einer höheren Ebene durch Amalgam.
- Der Dünndarm testet mit der Emotion „verlassen“, beide Eltern, 5 Jahre alt
- nach 4 Durchgängen mit Hilfe diverser therapeutischer Mittel
- kommen wir noch zu der dem Gehirn zugerechneten Emotion „ich darf spüren“, gleicher Zusammenhang und Zeitpunkt wie oben.
- Die Ablösung erfolgt mit einem Duft und einer Farblichtpunktur auf das Stirnchakra.
- Nach 6 Behandlungsterminen in meiner Praxis und 8 Chemomittelinfusionen sagte ihr die behandelnde Klinik-Ärztin, dass der Tumor absolut nicht mehr zu
tasten und zu erkennen sei. Außerdem habe sie noch nicht erlebt, dass ein Geschwulst von einer solchen Größe so schnell abgeklungen sei.
Um sicher zu gehen, dass der Heilungsprozess nicht durch weitere familiensystemische Störungen beeinträchtigt wird, möchte FR. X nach ca. 7
Monaten noch einmal eine Systemaufstellung machen lassen.
- Ich bitte sie, einen Stellvertreter für sich und das Leben auszusuchen und zu stellen.

- Wie wir aus Bild 3 ersehen, können sich beide zunächst nicht ansehen. Zug um Zug entwickelt sich ein neues Bild. Die väterliche Oma ist relativ früh verstorben, der
Vater war alkoholkrank. Es zeigt sich, das sie selbst eine schwere Last in ihrer Familie trägt und bitte die Stellvertreterin diese Last zunächst achtungsvoll beim Vater, und dessen Stellvertreter sie
wiederum bei seiner Mutter zu lassen. Die Stellvertreterin hat zunächst große Probleme dem nachzukommen und kann sich nur schwer davon trennen,
doch als es gelingt, berichtet sie von einer nachhaltigen Erleichterung. Jetzt erst kann sie sich dem Leben zuwenden, das seit dem Auftauchen
der Oma Kontakt zu ihr gesucht hatte, jedoch nicht darauf zugehen.
- In Erinnerung daran, dass sie bei der früheren Aufstellungsarbeit Schwierigkeiten mit dem Tod hatte, nehme ich auch diesen mit ins Bild. Er
bringt allein durch sein Da-Sein weitere Erleichterung und macht es ihr möglich sich langsam dem Stellvertreter für das Leben zu nähern.
- Ich bitte Frau X ihre Stellvertreterin zu ersetzen. Auch dieses mal ist es nötig die Kontaktaufnahme zum Vater, zur Oma, zum Leben und zum Tod
sowie auch die Last beim Vater zu lassen zu wiederholen. Der sichtbare Prozess läuft jedoch so langsam, dass ich nach einiger Zeit die Arbeit
unterbreche. Dennoch ist klar, dass jetzt die Bewegung auf das Leben zu, wenn auch langsam, konstant ist.
Die Behandlung ist zur Zeit noch im Gange. Es gibt jedoch gute Hoffnung
auf einen weiteren günstigen Verlauf der Erkrankung.
Literatur:
Ohne Wurzeln keine Flügel, Bertold Ulsamer, erschienen bei Goldmann, ISBN 3-442-14166-4
Was die Seele krank macht und was sie heilt. Thomas Schäfer bei Knaur, ISBN 3-426-87029-0 Dieter Klippel: Kinesiologie und Krebs (Teil 1).CO’MED Fachmagazin 2007; 2:132-134
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